Die These mit der Agenten-Infrastruktur trifft, und sie hat einen verschwiegenen Engpass davor. Aus eigener Praxis: drei brauchbare Agenten brauchen nicht zwei Wochen, sondern zwei Wochen plus die Vorarbeit, die fast niemand macht: die schriftliche Klärung der eigenen Entscheidungsprinzipien. Ein Agent, der in der Logik der Führung arbeitet, kann nur entstehen, wenn diese Logik vorher explizit ist. Solange sie implizit bleibt, produziert auch der teuerste Stack generischen Output.
Danke dir, Dieter. Das ist ein extrem wichtiger Punkt, den viele in der Agenten-Euphorie unterschätzen.
Die eigentliche Vorarbeit ist nicht Tooling, sondern das Explizitmachen der eigenen Entscheidungslogik. Ziele, Prioritäten, Abwägungen, Eskalationsregeln, Akzeptanzkriterien. Solange das im Kopf bleibt oder nur als Bauchgefühl existiert, baut man oben drauf nur Automatisierung, die generisch bleibt. Dann hilft auch der teuerste Stack nicht.
Ich mag auch deine Zeitrechnung: „zwei Wochen“ ist oft nur die Bauzeit. Die reale Dauer ist Bauzeit plus Klärungsarbeit, die niemand eingeplant hat, weil sie nicht nach Technik aussieht.
Aus deiner Praxis: Was war der schnellste Weg, diese Entscheidungsprinzipien schriftlich zu bekommen, ohne dass es in einem endlosen Workshop versandet?
bei mir war der schnellste Weg: nicht vorwärts Prinzipien sammeln, sondern rückwärts aus echten Entscheidungen lesen. Acht bis zwölf Fälle der letzten Wochen, pro Fall eine Frage: was hätte mich zur Gegenoption gebracht? Nach dem dritten oder vierten Fall zeigen sich Wiederholungen, und vor allem die Konflikte zwischen Prinzipien. Genau diese Konflikte sind die interessante Stelle, weil dort Priorisierung wirklich passiert. Ein zweiter Mensch, der nur fragt, beschleunigt das massiv, weil der eigene Kopf die Zwischenstufen überspringt, die der Agent später braucht.
Die These mit der Agenten-Infrastruktur trifft, und sie hat einen verschwiegenen Engpass davor. Aus eigener Praxis: drei brauchbare Agenten brauchen nicht zwei Wochen, sondern zwei Wochen plus die Vorarbeit, die fast niemand macht: die schriftliche Klärung der eigenen Entscheidungsprinzipien. Ein Agent, der in der Logik der Führung arbeitet, kann nur entstehen, wenn diese Logik vorher explizit ist. Solange sie implizit bleibt, produziert auch der teuerste Stack generischen Output.
Danke dir, Dieter. Das ist ein extrem wichtiger Punkt, den viele in der Agenten-Euphorie unterschätzen.
Die eigentliche Vorarbeit ist nicht Tooling, sondern das Explizitmachen der eigenen Entscheidungslogik. Ziele, Prioritäten, Abwägungen, Eskalationsregeln, Akzeptanzkriterien. Solange das im Kopf bleibt oder nur als Bauchgefühl existiert, baut man oben drauf nur Automatisierung, die generisch bleibt. Dann hilft auch der teuerste Stack nicht.
Ich mag auch deine Zeitrechnung: „zwei Wochen“ ist oft nur die Bauzeit. Die reale Dauer ist Bauzeit plus Klärungsarbeit, die niemand eingeplant hat, weil sie nicht nach Technik aussieht.
Aus deiner Praxis: Was war der schnellste Weg, diese Entscheidungsprinzipien schriftlich zu bekommen, ohne dass es in einem endlosen Workshop versandet?
Hi Norman,
bei mir war der schnellste Weg: nicht vorwärts Prinzipien sammeln, sondern rückwärts aus echten Entscheidungen lesen. Acht bis zwölf Fälle der letzten Wochen, pro Fall eine Frage: was hätte mich zur Gegenoption gebracht? Nach dem dritten oder vierten Fall zeigen sich Wiederholungen, und vor allem die Konflikte zwischen Prinzipien. Genau diese Konflikte sind die interessante Stelle, weil dort Priorisierung wirklich passiert. Ein zweiter Mensch, der nur fragt, beschleunigt das massiv, weil der eigene Kopf die Zwischenstufen überspringt, die der Agent später braucht.